Wardriving ist das Erfassen von Funknetzen, indem man sich physisch durch ein Gebiet bewegt — historisch mit dem Auto —, während ein Gerät jedes erkannte WLAN protokolliert: seinen Namen (SSID), das Signal, den Sicherheitstyp und die GPS-Position. Gebündelt und geteilt bauen diese Daten riesige öffentliche Karten davon, wo bestimmte Netze existieren.
Für OSINT ermöglichen diese Karten einen eigenwilligen Ansatzpunkt: Ein auf einem Foto gesehener oder online erwähnter Netzname lässt sich mitunter geografisch verorten, oder eine bekannte SSID kann ein Gerät an einer Anschrift festmachen. Es ist zugleich eine Footprinting-Technik, um die Funk-Exponierung rund um einen Standort zu prüfen. Wie so vieles im OSINT verwandelt es ein banales, allgegenwärtiges Signal — die Namen, die unsere Router aussenden — in Ortserkenntnisse.