Geolokalisierung ist die Kunst, genau zu bestimmen, wo ein Foto oder Video aufgenommen wurde — oft aus einem einzigen Bild ohne Metadaten. Analysten lesen das Bild selbst: Beschilderung und Kennzeichen grenzen auf ein Land ein, Architektur und Gelände auf eine Region, und markante Merkmale wie ein Turm oder eine Brücke werden zu Ankern, die man mit Satelliten- und Straßenaufnahmen abgleicht.
Sie ist wohl die Technik, die den investigativen Journalismus am stärksten verändert hat — sie hat Gräueltaten belegt, Propaganda widerlegt und Ereignisse rekonstruiert. Sie wächst durch gezieltes Üben an den Aufgaben, die die Gemeinschaft dafür entwirft.